Multimedia Ausstellung


An drei Tagen werden Studenten des Fachbereiches Medien der Hochschule Darmstadt (h_da) ihre Abschlussarbeiten und Projekte in einer öffentlichen Werkschau präsentieren. Ergänzt wird die Ausstellung durch Workshops, Vorträge und Filmnächte.

Besonders gespannt bin ich auf die Installation The 5th Freedom (Space Walk), ein 3D-Soundsystem, das in fremde Realitäten entführen will und auf Lichtung, ein Konzept für eine magisch-interaktive Lounge.

mediale* 2012 vom 21. bis 23.5.2012 von 12.00 bis 1.00 Uhr in der Centralstation Darmstadt

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Wer, wie, was, warum, die Sofazeit ist rum …

… ist ein Verhörer, der mich dazu brachte, ein längst vergessenes Hörbuch herauszukramen: „Der weiße Neger Wumbaba“ von Axel Hacke.

In dem Buch geht es um das Verhören von gesungenen oder gesprochenen Worten und überhaupt um Missverständnisse. Wie zum Beispiel, dass ein kleines Mädchen glaubte, auf dem Dorffriedhof sei das Rentier Herr Schulze begraben, nicht wissend, was „Rentier“ noch bedeuten kann, oder dass in einem katholischen Kindergarten jeder Tag mit dem Liedrefrain „Lasset uns gemein sein“ begonnen wird.

Wie ich jetzt festgestellt habe, gibt es schon zwei weitere Teile des Verhörbuches. Und weil meiner Meinung nach dieses Thema nicht langweilig werden kann, da die Kreativität, die im Missverstehen liegt, grenzenlos ist, wird es dabei nicht bleiben.

In diesem Sinne Aufwiederschaum!

 

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Thunderbird 11 und die Registerkarten

In der Version 11 kommt der E-Mail-Client Mozilla Thunderbird nun auch, wie schon der Firefox seit Version 4, mit Tabs über statt unter der Haupt-Menüleiste daher.

Eine Registerkarte (Reiter, Tab) ist bei grafischen Benutzeroberflächen ein Navigationselement, das es ermöglicht, mehrere Dokumente, Ansichten, Anwendungen etc. griffbereit sozusagen hintereinander anzuordnen. Die bekannteste Erscheinungsform ist wohl das „Tabbed Browsing“, das bereits 1994 eingeführt wurde und seit 2006 von praktisch allen Webbrowser unterstützt wird.

Vorbilder sind der Karteikasten bzw. das Hängeregister, in denen man durch aufgesetzte Etiketten schnell zu den gewünschten Informationen findet und von einem Bereich zum anderen springen kann.

Im Thunderbird gibt es die praktischen Reiter seit der Version 3.0 (Dezember 2009). Damals habe ich mich sehr gefreut. Durch die Registerkarten war es plötzlich möglich, Postfächer, verschiedene Ansichten des Kalender-Add-ons Lightning und gerne auch mal eine bestimmte E-Mail nebeneinander geöffnet und immer parat zu haben. Das wirklich Schöne daran war, dass man, um eine E-Mail zu verfassen, eben nicht in den Tab mit den Postfächern wechseln musste.

Das ist nun leider Geschichte. Denn anders als im Firefox gibt es keine Möglichkeit, die Position der Registerkarten selbst zu bestimmen. Im Gegenteil: Die Entwickler sind begeistert von ihrem Konzept und überzeugt, im besten Interesse der Benutzer zu handeln.

Nun, in meinem Interesse ist es nicht. Ich finde es unlogisch. Der Reiter gehört für mich zum Inhalt, während die Menüleiste zum Programm gehört.

So ist es, als würde man den Griff der Schublade in die Hängeregistermappe stecken.

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Lesen statt warten

Rund zwei Jahre seines Lebens verbringt der Mensch mit Warten, so haben Statistiker ausgerechnet. Beim Arzt im Wartezimmer, auf dem Bahnsteig, in der Kassenschlange oder in Behördenfluren. Also zumeist an Orten, wo sich der oft bemühte Tipp „Abwarten und Tee trinken“ schon mangels Tee nicht umsetzten lässt. „Lesen statt warten“, wie es der Verlag Kiepenheuer & Witsch jetzt rät, geht dagegen immer und überall – vorausgesetzt man hat ein Smartphone. Dann kann man sich für 2,99 Euro die Schöner-Warten-App herunterladen.

Und so funktioniert sie: Angeben, wie viel Wartezeit zu überbrücken ist, von fünf Minuten bis zu einer Stunde. Es erscheint eine Auswahl literarischer Texte, deren Länge genau auf die Wartezeit zugeschnitten ist und aus denen man einen aussuchen kann.

Zur Auswahl stehen Autoren wie Adriana Altaras, Heinrich Böll, Tino Hanekamp, Michael Kumpfmüller, Katja Lange-Müller, Jónína Leósdóttir, Bjarne Mädel, Eva Menasse, Hans Nieswandt, Helge Schneider, Benjamin von Stuckrad-Barre, Joseph Roth, Cordula Stratmann, Moritz von Uslar, Mark Welte oder Feridun Zaimoglu.

Da ist es fast schade, wenn es plötzlich heißt „Der Nächste bitte“ oder „Auf Gleis 3 fährt ein …“.

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Zeitlos

Digitale Zeitanzeigen:

Modell Uhrgeil: Hightech aus Österreich. Die kostenlos Zeitansage in einer Endlosschleife und mit Steuerungselementen wie TELL TIME oder SHUT UP! – leider nur so genau wie die eigene Computeruhr und das auch nur für eine kurze Weile. Mehr Zeit …

 

Modell Echtzeit in Holz: 1611 Umbauten in 24 Stunden.  Auf jeden Fall faszinierend, wie 70 Arbeiter aus Holzbrettern eine 4 x 12 Meter große, fortlaufende Digitaluhr bauen. Mehr Bauzeit …

 

Oder lieber doch analog?

Modell Wem die Stunde schlägt: Falls vorhanden kann ich die Glockenschläge der nahe gelegenen Kirche zählen.
Kleiner Exkurs: Vor Ostern schweigen in katholischen Dörfern die Kirchenglocken. Von Gründonnerstag bis Karsamstag werden die Bewohner von Holzklappern schwingenden Messdienern an die Zeit erinnert.

Modell Zeit ist Geld: Die Zeitansage. Für sage und schreibe 20 Cent pro Anruf kann ich mir per Telefon unter 0180 4 100 100 die Zeit ansagen lassen. Einmalig!
Kleiner Exkurs: Die telefonische Zeitansage startete im Jahr 1928. Das Fräulein vom Amt bemühte sich, auf Wunsch die Zeit von der Wanduhr abzulesen und mitzuteilen. Diese doch etwas grobe Zeitansage wurde am 4. 11.1937 durch die „Eiserne Jungfrau“ ersetzt, eine mechanische Automatisierung.

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Shitstorm und ausgefahrene Krallen

Das Wort Shitstorm ist dieser Tage zum Anglizismus des Jahres 2011 gekürt worden.
Es steht für eine Empörungswelle der Internetgemeinde, wie sie zum Beispiel losbrach, als der Lebensmittelkonzern Nestlé ein Greenpeace-Video von YouTube löschte. In dem Film hatten die Umweltschützer kritisiert, dass Nestlé für seinen Schoko-Keks-Riegel Kitkat Palmöl aus nicht nachhaltiger Produktion verwende und somit an der Zerstörung der Lebensräume von Orang Utans mit schuldig sei.

Wenn Konzerne Zensur betreiben, ist das sicher ein triftiger Grund sich aufzuregen. Doch mit Fäkalien geworfen wird im Netz auch aus nichtigen Anlässen. Weiterlesen

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Verfall eines Zeichens

Alles hat sein Revival, auch das Peace-Zeichen ist wieder schwer in Mode gekommen – im wahrsten Sinne des Wortes Mode, den es tummelt sich momentan auf allen möglichen Accessoires wie Schals, Taschen und Co. Auch zu Fasching findet man in allen Läden 70er-Jahre-Kostüme, bei denen auf keinen Fall Ohrringe oder eine Kette mit dem Friedenszeichen fehlen dürfen. Den Herstellern und Trägern geht es hier wohl schon lange nicht mehr um die Bedeutung.

Auch Feinkost Albrecht mischt mit. Bei den Faschingsartikeln gibt es passend zum Regenbogen-Minikleid einen Plastik-Friedensanhänger, und wer es auch im Alltag friedlicher haben möchte, kann sich das Peace-Halstuch für 1,99 € umhängen.

Aber wie es so ist mit Billigware: Bei genauerem Hinschauen ist man irritiert. Das vermeintliche Peace-Zeichen ist gar keines, es muss leider auf ein Stück seines senkrechten Strichs verzichten. Damit sieht es eher aus wie ein Mercedes-Stern …

Unglaublich, dass so etwas während der gesamten Produktion niemandem auffällt.

Übrigens wurde das Symbol 1958 vom britischen Künstler Gerald Holtom unter Verwendung des Winkeralphabet N für „nuclear“ (deutsch: atomar) D für „disarmament“ (deutsch: Abrüstung) entworfen. Es ist schade, dass ein solches Zeichen sein Revival als reines Deko-Element ohne weitere Bedeutung feiern muss.

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sDesk – Virtueller Desktop für Windows

Unter Unix werden virtuelle Desktops schon seit langem von vielen Window-Managern unterstützt. Auf der Suche nach einer vergleichbaren Lösung für Windows bin ich vor einigen Jahren auf sDesk von Jan Tomášek gestoßen.

Das Programm wurde zwar bereits im Jahr 2000 entwickelt und seitdem nur marginal verändert, trotzdem ist es funktional immer noch dem virtuellen Desktop meines Windows 7 überlegen.

Mit sDesk lassen sich auf einfache Weise beliebig viele virtuelle Bildschirme erzeugen, auf denen man seine Fenster übersichtlich verteilen kann. Per Mausklick oder Tastenkombination kann man zwischen ihnen wechseln. Das Programm erzeugt ein Übersichtsbild im Stile von fvwm, das es nur unter Unix bzw. X11 gibt.

Hat man sich einmal an sDesk gewöhnt, möchte man es nie mehr missen. Weiterlesen

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Ohne Titel

Wer das liest ist glücklich. Quelle: Dies ist keine Übung!

Aktion von Heiko Beck Kos zur Art Cologne 2008.

Unser erster Artikel für 2012 stellt den Düsseldorfer Künstler Heiko Beck Kos vor, auf den ich vor kurzem in der Sendung Aspekte aufmerksam geworden bin. Ruhig steht er zwischen den hektisch vorbeihuschenden Menschen und hält ein großes Schild hoch mit den Worten: Ich glaube an die große Liebe oder Ich bin einsam oder Ich rauche zuviel oder Ich bin faul

Ob man will oder nicht, man wird aus dem Alltagstrott geweckt und zum Nachdenken bewegt! Je nachdem in welchem Kontext seine Texte auftauchen, können sie lustig, ehrlich, sarkastisch sein oder einfach fröhlich stimmen. Er erreicht jeden, ganz im Sinne der Sozialen Plastik. Joseph Beuys würde sich freuen.

„Etwas aus einer Überzeugung tun und nicht als Mittel zum Zweck,“ sagt Heiko Beck Kos und:
Denken ist Handeln

In diesem Sinne wünschen wir allen ein ehrliches 2012!

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„Ho Hoho … ho ho ho hoho … ho ho hoho hohoho …“

Die Briefmarke „Der sprechende Hund“, die wir für unsere diesjährige Weihnachtskarte ausgewählt haben, war noch vor wenigen Wochen im Wikipedia-Artikel über Loriot zu bewundern.

Weil es dagegen aber inzwischen eine einstweilige Verfügung des Landgerichts Berlin (Beschluss vom 6. Oktober 2011, 15 O 377/11) gab, haben wir die Marke auf unserem Foto vorsichtshalber zensiert.

Begründung der Entscheidung gegen die Wikimedia Foundation war, dass es sich bei den Briefmarken der Deutschen Post AG nicht um amtliche Werke im Sinne des § 5 UrhG handele.

Erfreulich an dem Urteil scheint uns, dass das Urheberrecht ernst genommen wird und sogar international durchsetzbar ist. Es bleibt aber ein schlechter Beigeschmack, weil ausgerechnet eine Organisation, die aus unserer Informationslandschaft nicht mehr wegzudenken ist und nicht profitorientiert arbeitet, mit Verfahrenskosten in Höhe von 30.000 € belastet wird.

Und da fragen wir uns natürlich, ob wir, statt Wohlfahrtsmarken zu kaufen, das Geld nicht lieber für Wikipedia gespendet hätten.

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